Und ewig grüßt das Murmeltier

Tag 1

„Was man nicht weiß, macht einen auch heiß“. Die Abwandlung des bekannten Spruches fiel mir ein, als ich am 2. Tag nach dem Installationsversuch meines T-Com Speedport weder Nachricht, noch Informationen von der Deutsche Telekom erhielt. Was war passiert? Ich hatte einen neuen und schnelleren Router bei der Telekom bestellt und erhalten. Die Aufschrift „Erlebe was verbindet“ klingt im Nachgang wie eine Drohung.  Aber nun der Reihe nach. Alle alten Verbindungen lösen und entfernen und das graue DSL-Kabel in den IP-basierten Anschluss stecken. Dann PC mit gelben Netzwerkkabel verbinden und Browser starten, dann sollte die automatische Einrichtung meines Anschlusses erfolgen. Tat es aber nicht!

Tag 2

Lange Warteschleifen mit Musik, diverse Spracherkennungsabfragen die nicht gleich funktionieren, Mitarbeiter die freundlich und beflissen einen in die nächste Warteschleife verbinden, Rückrufversprechen mit Uhrzeit, die nicht eingehalten werden.  Erneuter Anruf bei der Störungsstelle am nächsten Tag, man gibt sich unwissend und nichtsahnend. Ein Techniker müsse kommen, frühester Termin in 4 Tagen. Ich lasse mich zur Beschwerdestellen verbinden, erzähle meine Geschichte zum x-ten Mal, erhalte Mitgefühl und Verständnis, jedoch keine Lösung. Ich bekomme eine SMS: „Ihre Telekom arbeitet an dem Problem“, das war heute Morgen, jetzt ist es Abend am 2. Tag ohne Telefon, Internet, E-Mail, etc..

Wie schön wäre es, wenn der Techniker einfach anrufen würde und sagt, dass er sich kümmert, aber das Problem noch etwas dauert. Leider gibt es bei der Telekom keine Rückmeldeschleife für Kunden oder wird nicht genutzt, schade. „Erlebe was verbindet“!

Tag 3

Nach 3 Tagen habe ich resigniert. „Der Fehler müsse am Router liegen“, meint die Telekom  (diese Vermutung hat schon die erste Kundenberaterin am Tag 1 geäußert). „Ein Techniker könne frühestens Ende der Woche am Freitagnachmittag kommen“. Widerwillig stimme ich dem Termin zu, flehe den Kundenbetreuer an,  er möge doch vermerken, dass der Techniker einen Ersatz-Router mitbringe. Der Kundenberater willigt generös ein.

Tag 5

Der Telekom-Techniker klingelt. Hochstimmung macht sich breit. Der Techniker ist freundlich und stressresistent. Prüft, prüft nochmals und sagt: „der Router hat einen Schlag weg, völlig im Eimer“. Enerviert vermerke ich, dass dies schon von der Kundenberaterin am ersten Tag vermutet wurde.  Ob er denn den versprochenen Ersatz-Router mit habe, frage ich hoffnungsfroh. Nein, habe er nicht, sagt mir der Techniker. Aber  er hat eine besondere Hotline-Nr. da kann er den Router schnell bestellen, dann ginge dieser heute noch mit DHL raus und sei morgen bei mir. Er bestellt.

Tag 9

Weihnachten ist jetzt vorverlegt! Für mich zumindest, denn der DHL-Mann klingelt; er hat den bestellten Router im Arm.

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